 |
 Monica in Aktion
Farb-Kalibrierung geht alle an. Der eine entwirft Grafiken, der andere will seine Urlaubsfotos zeigen. Der Dritte bewertet Bilder in Online-Galerien. Der Vierte bereitet seine Präsentation vor und möchte, dass sie auf dem Beamer genauso aussieht, wie im Büro. Die Liste ist endlos. Sie alle wollen sicherstellen, dass ihr Bildschirm genau das anzeigt, was er soll. Und doch wissen die meisten nicht mal, dass er das nicht tut.
 Oszi-Bild affin verzerrt als Ausgangspunkt
Ein Graph Picker ermöglicht das komfortable Extrahieren von Kurvenverläufen aus Bildern. Dies können Screenshots, Fotos, Oszi-Ausdrucke, Datenblätter u.ä. sein. Das manuelle Auslesen von Diagrammen ist fehleranfällig, ungenau und zeitaufwändig.
Wird ein Graph Picker benutzt, kann die Genauigkeit wesentlich erhöht werden. Fehler werden vermieden und Zeit gespart.
Das Prinzip ist immer sehr ähnlich: Es wird ein Koordinatensystem durch einige Referenzpunkte definiert. Danach kann die Kurve durch Mausklicks nachgebildet werden, wobei das Programm automatisch die entsprechenden Datenpunkte berechnet. Die Ausgabe erfolgt anschließend z.B. als CSV-Datei.
Im Moment bin ich echt heftig mit meiner Diplomarbeit beschäftigt. Deswegen habt ihr lange nichts mehr von mir gehört. Aber ich nehme mir mal die Zeit, einen kurzen Hinweis zu einer Produktion von 3sat zu veröffentlichen.
Dieser halbstündige Beitrag zu Linux und Open Source sollte allen Ein- und Umsteigern ein gewisses Aha-Erlebnis bringen. Ich fand es zumindest sehr interessant.
Download unter: http://podfiles.zdf.de/podcast/3sat_podcasts/090315_linux_neues_p.mp4
Anknüpfend an den letzten Post möchte ich heute ein paar Gründe nennen, weshalb Bildbearbeitung rein technisch betrachtet kaum vermeidbar ist. Diese sind nicht wegzudisskutieren - was allerdings nicht ausschließen soll, dass man trotzdem gegen Bildbearbeitung argumentieren kann. Sie sollen lediglich die Meinung unterstützen, dass eine Digitalkamera mit aktueller Technik nie ein genaues Abbild des Motivs wiedergeben kann.
Schauen wir uns zunächst den Aufbau des Bildsensors in Kameras an. Er besteht aus einem rechteckigen Raster von lichtempfindlichen Bildpunkten. Insgesamt gibt es so viele, wie deine Kamera Megapixel hat. Jeder dieser Bildpunkte sammelt sämtliches Licht, das während der Belichtungszeit auf ihn fällt und leitet die Information an die Recheneinheit der Kamera weiter.
Oft hört man Aussagen wie: “Wer nicht fotografieren kann, muss eben nachher bearbeiten.”, “Bildbearbeitung ist nur Beschiss.” oder “Kein Wunder, mit Schummeln kann jeder gute Bilder machen.” Aber stimmt das?
 Unterschied zwischen unbearbeitetem und bearbeitetem Bild.
Keine Frage, mit Bildbearbeitung können Bildaussagen völlig umgedeutet, Fotos unkenntlich gemacht oder Details entfernt und hinzugefügt werden. Ganz besonders gern findet man derartige Beispiele in den Medien, wo durch Bearbeitung der Fotos eine Aussage verstärkt, abgeschwächt oder überhaupt erst Berechtigung finden soll. Ein amüsanter Link-Tipp ist http://photoshopdisasters.blogspot.com/, wo derartige Dinge aufgedeckt werden.
Doch hat Foto-Nachbearbeitung nicht noch ein anderes Gesicht?
Letztens wollte ich mal wieder eine meiner alten CD-Image-Dateien öffnen und musste erschrocken feststellen, dass die aus Windows bekannten Formate BIN und CUE im Linux nicht gelesen werden. Weit verbreitet ist jedoch das standartisierte ISO-Format. Dieses kann gebrannt, gemountet oder sogar mit dem Archivmanager entpackt werden. Aber wie bekomme ich nun aus meinen alten Images die ISO-Dateien? Als ich dieser Frage nachging, stieß ich auf das Programm bchunk. Es genügt einfach, in der Konsole zum Ordner zu navigieren, der die BIN/CUE-Dateien enthält und folgenden Befehl einzugeben:
bchunk image.bin image.cue image.iso
Nach kurzer Zeit hat man das ISO-Image. Wird der Befehl bchunk nicht erkannt, ist das Programm noch nicht installiert. Ein
sudo apt-get install bchunk
sollte dies beheben.
Danach kann man das Image einfach mounten, beispielsweise mit dem Programm Gmount-iso, das ebenfalls frei über den Paketmanager installierbar ist.
 Belichtungszeit 2s, handgehalten
Wie wir aus den zurückliegenden Beiträgen wissen, sollte die Belichtungszeit mit Bedacht gewählt werden. Je nach gewünschtem Effekt (Bewegungen einfrieren oder durch Unschärfe hervorheben) und Umgebungslicht ist man mehr oder weniger frei in seiner Entscheidung. Dabei sind wir auch auf die Faustformel
max. Belichtungszeit = 1 / ( Brennweite * Crop-Faktor )
gekommen.
Was aber nun, wenn man nicht genügend Licht zur Verfügung hat, um diese Regel noch einhalten zu können? Der erste Gedanke sollte in Richtung Blende und ISO-Einstellung gehen. Ist die Blende bereits geöffnet (kleine Blenzahl öffnet die Blende und lässt mehr Licht in die Kamera)? Ist die ISO-Empfindlichkeit bereits erhöht (Rauschen nimmt zu, aber benötigte Lichtmenge nimmt ab)? Beide Einstellungen ermöglichen ein Verringern der Belichtungszeit.
Ist man bereits an den Limits von Blende und ISO und kann daher die Belichtungszeit nicht weiter reduzieren, oder will man bewusst länger belichten (z.B. um Wasser weich und fließend zu machen), dann helfen ein paar Tricks, mit denen auch bei längerer Belichtung die Fotos knackig scharf werden. Diese unterteilen sich prinzipiell in solche, die sämtliche Unschärfen vermeiden und die, die nur das eigene Verwackeln reduzieren, eine Objektbewegung jedoch nicht beeinflussen.
… oder wie wichtig ist die Sensorgröße von digitalen Kameras?
Früher, zu analogen Zeiten, wurde ein Standard gesetzt, das Kleinbildformat. Es ist 36×24mm groß und entsprach im Prinzip der Größe des einlegten Films. Später setzte sich zusätzlich das kleinere APS-C-Format durch. Es ist 23.7×15.6mm groß, jede Seite also etwa um den Faktor 1.5 kürzer. In der heutigen digitalen Welt gibt es unzählige weitere Formate. So sind die Sensoren von Kompaktkameras und Mobiltelefonen wesentlich kleiner, 4.5×3.4mm, um ein Beispiel zu nennen. Zusätzlich gibt es noch größere Formate, die jedoch in diesem Rahmen nicht interessieren sollen, da die entsprechenden Kameras ohnehin “unbezahlbar” sind.
Im letzten Beitrag hatten wir uns mit den Zusammenhängen von Belichtungszeit, Blende und ISO-Wert und deren Einfluss auf die letztliche Bildbelichtung beschäftigt. Dabei war das Fazit, dass man eigentlich nahezu frei ist, wie diese drei Parameter einzustellen sind. Es gibt hunderte Möglichkeiten, die alle zur gleichen Belichtung führen. Bevor wir uns aber um die Auswirkungen verschiedener Kombinationen Gedanken machen, muss ich noch etwas Theorie nachliefern…
Belichtungszeit:
Die Belichtungszeit wird an der Kamera in festgelegten Schritten eingestellt. Diese Reihe sieht zumeist folgendermaßen aus:
30”, 15”, 8”, 4”, 2”, 1”, 0.5”, 4, 8, 15, 30, 60, 125, 250, 500, …. 8000
Dabei weist der Doppelstrich ” auf Sekunden hin. Fehlt er, handelt es sich um Bruchteile von Sekunden. 30 bedeutet also eigentlich 1/30s usw. Wie zu sehen ist, entspricht jeder Schritt in etwa einer Verdoppelung oder Halbierung der Belichtungszeit und damit der Lichtmenge.
 (CC) Andrea Zanivan, http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de
Da ich hier zukünftig ein bisschen was über die Fotografie loswerden will, möchte ich erstmal sicherstellen, dass ihr auch über die Basics Bescheid wisst. Mir ist ohnehin aufgefallen, dass oftmals ohne einen Gedanken zu verschwenden fotografiert wird - einfach wild drauflos. Das Resultat ist meistens eine volle Speicherkarte, auf der zumindest die Hälfte der Bilder völlig unkenntlich sind: Verschwommen, verwackelt, komplett weiß (überbelichtet) oder schwarz (unterbelichtet). Wenn ihr so etwas in Zukunft vermeiden wollt, dann lest diesen und die nächsten Beiträge gern weiter.

Besucher seit dem 14.10.08
Kategorien
Letzte Kommentare
|
 |
|